Sebastian Hennig - Ölmalerei
Bilder 2010-2019
Sebastian
Hennig bleibt sich in seiner Nonkonformität treu. Doch was soll das
heißen? Heute, da jeder Maler malen kann, was er will, da auch extreme
Provokationen nur die Halbwertszeit von wenigen Tagen haben und eine
unüberschaubare Fülle von Handschriften und Werken den
(Kunst)Konsumenten überfordern? Für Hennig heißt das, dass er jegliche
Gefolgschaft ablehnt, sowohl was Künstlerkollegen betrifft als auch
vorherrschende Meinungen. Er erlaubt es sich frei zu bleiben, ganz
gleich, was das für einen freischaffenden Künstler an emotionalen und
wirtschaftlichen Nachteilen mit sich bringt.
Udo Lemke, Sächsische Zeitung, 25. Juni 2015

Versammlung, Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm, 2020

Riesaer Stahlwerk, Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm, 2020

Aktaeon in Schleusingen, Öl auf Leinwand, 2015
Da schaut mitten auf der Landstraße nah am Waldrand ein stolzer, verirrter Hirsch gebannt in die Ferne,
die verlockende Jägerin steht dicht bei ihm, dem Ursymbol für Kraft, Männlichkeit, Fruchtbarkeit und Lebensenergie.
Lilli Vostry, Sächsische Zeitung, 7. Mai 2015
Aktaeon in Schleusingen greift die antike Sage auf, wonach Aktaeon als Strafe dafür,
dass er die Jagdgöttin Diana beim Bad überrascht hat, von dieser in einen Hirsch verwandelt und
von seinen eigenen Hunden zerfleischt wird. Bei Hennig stehen sich die nackte Diana und
der Hirsch mitten auf einer Asphaltstraße gegenüber - eine unwirkliche Situation,
in der nicht der Mensch, sondern das Tier seiner sicher wirkt.
Udo Lemke, Sächsische Zeitung, 25. Juni 2015

An der Slawenlände, Öl auf Leinwand, 2013

Biwak der Eber,Öl auf Leinwand, 2011-14
Das Verhältnis von Mensch und Tier ist auch in "Biwak der Eber" (2011-2014) thematisiert -
für das Tier endet es in aller Regel am Spieß.
Man kann das Bild aber auch als Parabel auf die vollkommende Anpassung, die Selbstaufgabe sehen.
Eines der Ihrigen wird gebraten, und trotzdem erscheinen die Tiere seltsam vertraut mit ihrem Schlächter.
Udo Lemke, Sächsische Zeitung, 25. Juni 2015

Kaukasische Hochzeit, Öl auf Leinwand, 2019

Flughafen, Öl auf Leinwand, 2019-21

Rom - Cimeterio Acatolico, Öl auf Leinwand, 2016

Waschtag, Öl auf Leinwand, 2015
Schöne und unscheinbare Dinge, verlassene und rätselhafte Orte und Landschaften -
Sebastian Hennig holt sie lebhaft farbintensiv auf die Leinwand, wo sie ein faszinierendes Eigenleben führen.
Still und unbeweglich erzählen Sie klar und unausweichlich in ewiger Zwiesprache mit dem Betrachter
von der Widersprüchlichkeit des Lebens, der Zartheit, Zerbrechlichkeit, von Fülle, Vergehen und Verwandlung. …
Surreales und Realität verschwimmen reiz- und geheimnisvoll - auch in den figürliches Szenen,
in den südlichen und slawischen Reisebeobachtung und Stillleben von Sebastian Hennig.
Er malt Frauen beim Waschtag vor luftig aufgespannter Wäscheleine, mit Wasserkrug auf dem Kopf,
eitel Sonnenbaden, Menschen und Tiere in der Landschaft.
Lilli Vostry, Sächsische Zeitung, 7. Mai 2015

Riesa an der Elbe, Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm, 2014

Begegnung an der Elbe, Öl auf Leinwand, 2014

Brücke bei Meißen, Öl auf Leinwand, 2012

Rehbock, Äpfel und Scherben, Öl auf Leinwand, 2011